Friedrich Preller der Ältere "Wartburg von der Südseite"


Friedrich Preller der Ältere "Wartburg von der Südseite" rückseitig bezeichnet "vom Städt. Museum Erfurt.1920 erworben L." Blattgröße: 33,9 x 25,0 cm. Nach einer Ausbildung an der Weimarer Zeichenschule (1821), an der er später als Lehrer und Direktor wirkte, wurde der junge Künstler mit der Aufgabe betraut, Johann Wolfgang von Goethes Wolkenzeichnungen ins Reine zu bringen. Goethe schickte ihn zu weiteren Studien nach Dresden und sorgte dafür, dass er vom Weimarer Grossherzog Karl August mehrere Stipendien erhielt. 1824 begleitete Friedrich Preller den Großherzog von Dresden aus auf seiner Reise nach den Niederlanden. Als Schüler der Akademie in Antwerpen konnte er dort seine Kenntnisse und Fertigkeiten weiter vervollständigen.
Von 1827 bis 1831 unternahm er eine ausgedehnte Studienreise nach Italien. Am 23. März 1832, also am Tage nach Goethes Tod, durfte er den Dichter auf dem Totenbett zeichnen. 1840 erfolgte eine Reise nach Norwegen, auf der eine Reihe von Arbeiten entstanden, die heute noch in Weimar zu sehen sind. Nach seiner Rückkehr erhielt er im Jahr 1844 einen Lehrauftrag an der Fürstlichen freien Zeichenschule in Weimar und wurde zum Professor und Hofmaler ernannt [1]. Er blieb, mit Ausnahme eines zweiten, dreijährigen Aufenthaltes in Italien ab 1859, an dieser Schule, deren Leitung er 1868 übernahm, etwa 30 Jahre lang tätig.
Friedrich Preller der Ältere starb im Jahr 1878 zwei Tage vor Vollendung seines 74. Lebensjahres in Weimar.
Er hatte 1834 die Flensburger Kapitänstochter Marie Erichsen (1811?1862) geheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor: Ernst (1835?1925), Emil (1836?1893) und Friedrich (der Jüngere) (1838?1901), der im Alter von 13 Jahren in das väterliche Atelier eintrat und sich an der Seite des Vaters als Maler durchsetzte.

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Artikel Nr.: 09426
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